Walther Friesen: Die Deutschen – ein Stammvolk Osteuropas

Walther Friesen

Die Deutschen – ein Stammvolk Osteuropas

Dr. Walther Friesen
Ausbildungs- und Forschungszentrum ETHNOS e. V.
Speckestr. 19, 44357 Dortmund, Germany

Abstract

Die Vorfahren der Deutschen – die germanischen Stämme – lebten spätestens seit dem 3. Jahrhundert vor Christi Geburt mit baltischen, finno-ugrischen und iranischen Ethnien in Osteuropa zusammen. Die Turkvölker, die ständig neuer Weidegründe für ihr Rindvieh und ihre Pferdeherden bedurften, drangen regelmäßig aus den eurasischen Steppen nach Osteuropa ein. Etwa tausend Jahre später, im 8. bis 9. Jahrhundert n. Chr., tauchten auch die slawischsprachigen Stämme in dieser Region auf.
Die Kampfführungsstrategie im Osten des Zarentums war auf die fachliche Unterstützung begabter Deutscher angewiesen, um die befestigten Stützpunkte an der Süd- und Ostgrenze zu bevölkern. Sowohl das Zarentum als auch das christlich geprägte Europa führten zu jener Zeit die erschöpfenden Türkenkriege gegen das Osmanische Reich und seine Verbündeten. Die an den Grenzen zum türkischen Feind beheimateten Ordensmitglieder verteidigten die europäische Souveränität auf den fernen Vorfeldern des Abendlands.
Am 10. September 1721, unterzeichnete Ostermann im Namen des Zaren Peter I. den Frieden von Nystad, der den 20-jährigen Krieg (1700–1721) beendete, und Livland, vertreten durch die Livländische Ritterschaft des Deutschen Ordens, vereinigte sich mit dem Zarentum Rus. Das war die Gründungsstunde des neuen Staatwesens Eurasiens – des Imperiums der Rossen. Dadurch wurde auch der andauernde gemeinsame Kampf gegen das türkische Osmanische Reich und seine Satelliten gekrönt. 1721 waren mehr als 100.000 Deutsche Livlands zu Imperiumsuntertanen geworden.

Stichwörter: Deutsche, Russlanddeutsche, Livland, Deutscher Orden, Osmanisches Reich, Russisches Imperium

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